Flüchtlingssession 2021

Am 6. Juni 2021 fand zum ersten Mal in der Geschichte der Schweiz eine Flüchtlingssession in Bern statt. Die Geflüchteten trafen sich zuvor in neun Kommissionen zu jeweils vier Kommissionssitzungen, um ihre Forderungen auszuarbeiten. Die Teilnehmenden konnten gemäss ihren Interessen und Bedürfnissen frei wählen, zu welchen Themen sie sich in einer Kommission engagieren wollten. Dabei wurden sie von Fachpersonen und Politiker*innen strategisch und inhaltlich unterstützt. Am Tag der Flüchtlingssession haben dann 80 Geflüchtete aus 19 Kantonen über die Forderungen an die Politik abgestimmt.

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In der Flüchtlingssession 2021 wurde in Kommissionen zu den folgenden Themen Forderungen entwickelt:

Kommission 1: Bildung, Arbeitsintegration
Kommission 2: Kinderrechte, UMA/MNA, Alter
Kommission 3: Französisch
Kommission 4: F-Status
Kommission 5: Sichere Fluchtwege
Kommission 6: Asylgründe & Interviews
Kommission 7: Abgewiesene Asylsuchende
Kommission 8: Psychische & medizinische Gesundheit
Kommission 9: Minimalstandards

Diese Kommissionen erarbeiteten zu jedem Thema drei Forderungen. Diese wurden an der Flüchtlingssession vorgestellt, mit den anderen Flüchtlingsparlamentarier*innen diskutiert und anschliessend verabschiedet. Die folgenden zehn Vorstösse wurden priorisiert:

  1. Trennung von Sozialhilfe und Integrations-/ Bildungsförderung
  2. Förderung der Bildung der Geflüchteten
  3. Faire Behandlung aller Kinder unabhängig vom Aufenthaltsstatus
  4. Stipendien für Studium und Ausbildung unabhängig vom Aufenthaltstitel
  5. Familienbesuche im Schengen-Raum mit „F“
  6. Aufenthalt mit „F“ ganz anrechnen
  7. Wechsel von „F“ zu „B“ nach 3 Jahren
  8. Familiennachzug erweitern
  9. Lehre/ Ausbildung für Abgewiesene
  10. Zugang zu B2- bzw. C1-Sprachkursen

Alle verabschiedeten Vorstösse finden Sie hier: Verabschiedete Vorschläge des Flüchtlingsparlaments (06.06.2021) [PDF]

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