In der Schweiz können Geflüchtete über viele Sachen, die sie direkt betreffen, nicht selber entscheiden. Es wird über sie gesprochen, nicht mit ihnen! Es gibt die Frauen- oder die Jugendsession in der Schweiz und eine Migrant:innen-Session in Basel – seit 2021 gibt es endlich auch ein Flüchtlingsparlament. Durch dieses bekommen auch Geflüchtete eine politische Stimme!
Anfangs wurden die Anliegen der geflüchteten Personen im Projekt Unsere Stimmen von NCBI an sogenannten Hearings öffentlich gemacht. Die betroffenen Personen gaben durch das Erzählen ihrer Geschichten und Erfahrungen ihren Forderungen Gewicht und stellten diese der Politik, der Öffentlichkeit und den Medien vor.
Um den Anliegen der Geflüchteten auf der politischen Ebene mehr Gewicht zu verleihen und ihnen Gehör zu verschaffen, hat NCBI Schweiz mit Unterstützung von Partnerorganisationen das Flüchtlingsparlament Schweiz ins Leben gerufen.
Im höchsten Gremium von Frontex vertreten zwei Verwaltungsrät*innen die Schweiz. Interne Dokumente zeigen: Trotz Millionenzahlungen bleibt ihr Einfluss stark begrenzt – und bei zentralen menschenrechtlichen Fragen hält sich die Schweizer Delegation zurück.
Die Betreuung seiner jugendlichen Landsleute sei kompliziert, sagt der afghanische Gastronom Akram Sattary. Er hilft, indem er sie in seinen erfolgreichen Zürcher Restaurants einstellt.
Am Samstag tagt das Aargauer Flüchtlingsparlament – was hat es erreicht und wie reagiert es auf den Rechtsrutsch?
Acht NGOs haben sich in einem offenen Brief an die Entscheidungsträger des Kantons St.Gallen gewandt. Sie nehmen Bezug auf eine EKM-Studie, welche die Lebensbedingungen der Kinder in der Nothilfe im Asylbereich anprangert. Im offenen Brief fordern sie den Kanton zum Handeln auf.
Die Eidgenössische Migrationskommission hat erstmals in der ganzen Schweiz Daten zu den Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen erhoben, die mit ihren Eltern von Nothilfe leben. Die Ergebnisse seien «besorgniserregend».
Die Migrationskommission schlägt Alarm. Kinder, die im Asylbereich von Nothilfe leben, seien in ihrer Entwicklung gefährdet. Die Kommission fordert deshalb von der Politik einen Kurswechsel und wartet mit brisanten Ideen auf.
Alarmierende Zustände: Kindern in der Nothilfe geht es psychisch sehr schlecht. Das zeigt erstmals eine schweizweite Studie.
Die körperliche, geistige und soziale Entwicklung der Kinder im Schweizer Asylsystem sind nicht mit der Schweizerischen Bundesverfassung und der Uno-Kinderrechtskonvention vereinbar. Dies besagt eine neue Studie.
Auch das National Coalition Building Institute, welche das Flüchtlingsparlament der Schweiz führt, sprach sich für eine unverzügliche Umsetzung der Massnahmen aus. Es werde genau beobachtet, welche Schritte die Kantone unternehmen, um die Nothilfe zu reformieren, Kinderrechte zu respektieren und Wiedergutmachung zu leisten.
Im Kanton Aargau erhalten Asylsuchende, vorläufig aufgenommene Menschen und Schutzsuchende aus der Ukraine im kommenden Jahr 8.50 Franken pro Tag für den Kauf von Lebensmitteln.
Das Parlament gewährt Geflüchteten künftig 50 Rappen mehr Asylgeld pro Tag.
Im Vorfeld der Finanzdebatte, hat ein Flyer mit einem 50-Räppler zu reden gegeben. Asylbewerber sollen mehr Geld zur Verfügung haben.
Heute müssen Geflüchtete im Aargau mit 9 Franken pro Tag auskommen – Mitglieder des Flüchtlingsparlaments warben im Grossen Rat für eine Erhöhung. Ob die Aktion mit Flyer und aufgeklebtem 50-Räppler wirkt, ist aber noch offen.
Heute müssen Geflüchtete im Aargau mit 9 Franken pro Tag auskommen – Mitglieder des Flüchtlingsparlaments warben im Grossen Rat für eine Erhöhung.
Am Regime von Diktator Isaias Afewerki scheiden sich die Geister der Eritreer, auch in der Schweiz. Das haben gewaltsame Zwischenfälle im Herbst gezeigt. Exil-Eritreer erzählen von einer gespaltenen Gemeinschaft. Sie glauben, dass die jüngere Generation sich besser in die Gesellschaft einfüge.
Geflüchtete machen vor Grossratsmitgliedern ihre Forderungen deutlich – Mehrheiten dafür zu finden, ist allerdings schwierig.
Nicht alle Asylsuchenden erhalten Deutschkurse auf dem gleichen Niveau. Dies erschwere die Integration, findet ein Geflüchteter aus Eritrea.
Auf dem Rücken von Geflüchteten wird Politik gemacht. Dabei wird gerne vergessen, dass hinter der Wahlkampfrhetorik direkt betroffene Menschen stehen.
Das Gespräch zwischen Geflüchteten und Grossratsmitgliedern anlässlich des Flüchtlingstages zeigte, dass die geltenden regeln dem Einzelfall oft nicht gerecht werden.
Die Diskussion in der «Arena» über die Asylpolitik der Schweiz wurde dominiert von gegenseitigen Unterstellungen und Anschuldigungen. Einzig einer hörten alle zu: der geflüchteten Wiam Mohamad.
In der «Arena» berichtet eine aus Syrien geflüchtete Frau von ihrer gefährlichen Bootsfahrt übers Mittelmeer. Heute arbeitet sie in der Schweiz an einer Schule.
Flüchtlingstage Freiamt: Hinterfragte Willkommenskultur und Schulterklopfen beim Anlass in der Kanti.
Geflüchtete formulieren Anliegen, Botschaften und Forderungen an die Schweizer Politik.
Am 6. Juni 2021 fand zum ersten Mal in der Geschichte der Schweiz eine Flüchtlingssession statt. Die Geflüchteten hatten sich zuvor in neun Kommissionen zu jeweils vier Kommissionssitzungen getroffen, um ihre Forderungen zu verschiedenen Themen auszuarbeiten. Die Teilnehmenden konnten gemäss ihren Interessen und Bedürfnissen frei wählen, in welcher Kommission sie sich engagieren wollten. Dabei wurden sie von Fachpersonen und Politiker:innen strategisch und inhaltlich unterstützt. Am Tag der Flüchtlingssession haben sich dann 80 Geflüchtete aus 19 Kantonen in Bern getroffen und über die von den Kommissionen erarbeiteten Forderungen an die Politik abgestimmt. SRF Beitrag
Seither findet jedes Jahr eine nationale Flüchtlingssession in Bern statt. In den Kommissionen werden teilweise neue Vorstösse erarbeitet, sie treffen sich aber auch, um über Strategien zu diskutieren und Ideen zu entwickeln, wie die bestehenden Vorstösse und Ideen umgesetzt resp. mehrheitsfähig gemacht werden können. Je nach Möglichkeit und Ressourcen werden Vorstösse weiterverfolgt.
Vertreter:innen der Kommissionen treffen sich auch regelmässig mit Politiker:innen und Vertreter:innen von Behörden für Austausch. Seit dem März 2025 besteht auch eine Parlamentarische Gruppe «Dialog Flüchtlingssession», die das Netzwerk im Bundeshaus pflegen und ausbauen möchte.
Im Jahr 2022 wurde im Aargau ein erstes kantonales Flüchtlingsparlament als Pilotprojekt gegründet, welches sich seither ebenfalls jährlich zu Sessionen trifft.